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Das Toleranzfenster: Dein innerer Wohlfühlbereich

Stell dir vor, in deinem Inneren gibt es ein Fenster.

  • Innerhalb des Fensters (Die Komfortzone): Hier bist du „online“. Auch wenn es stressig wird, bleibst du gelassen. Du kannst zuhören, klar denken und liebevoll auf deine Kinder reagieren. Du bist belastbar und im Gleichgewicht.

  • Oberhalb des Fensters (Stress-Alarm / „Kampf oder Flucht“): Wenn der Druck zu groß wird, schießt du oben aus dem Fenster raus. Dein Nervensystem schaltet auf Angriff. Du wirst laut, wirst wütend oder fühlst dich extrem getrieben. Das ist der klassische „Vulkan-Modus“.

  • Unterhalb des Fensters (Rückzug / „Erstarrung“): Manchmal wird es auch einfach zu viel und du rutschst unten aus dem Fenster raus. Du fühlst dich innerlich leer, taub oder wie vernebelt. Du funktionierst zwar noch, bist aber emotional gar nicht richtig anwesend.

Das Ziel meiner Arbeit:

Wir können die Stürme im Familienalltag nicht abstellen – aber wir können gemeinsam dein Fenster vergrößern.

Ich helfe dir dabei, früher zu merken, wenn du aus dem Fenster rutschst, und zeige dir Wege, wie du dich selbst wieder zurück in die Mitte bringst. Damit du der Fels in der Brandung für deine Kinder sein kannst, anstatt vom Sturm mitgerissen zu werden.

Die Bindungstheorie: Dein Kind braucht keine Perfektion, sondern einen „sicheren Hafen“

 

Stell dir die Bindung zu deinem Kind wie ein unsichtbares Gummiband vor. Die Bindungstheorie besagt im Grunde etwas ganz Einfaches: Jedes Kind braucht eine sichere Basis, um die Welt zu entdecken.

Man kann sich das wie einen Hafen vorstellen:

  • Der sichere Hafen: Wenn dein Kind Angst hat, müde ist oder Schmerzen hat, kommt es zu dir zurück. Hier tankt es Sicherheit, Trost und Liebe.

  • Die sichere Basis: Wenn der Akku voll ist, zieht dein Kind los, um zu spielen und zu lernen. Es weiß: „Egal was passiert, der Hafen ist da.“

Warum das für uns Eltern so wichtig ist:

Bindung ist kein Luxus, sondern ein biologisches Grundbedürfnis – genau wie Essen und Trinken. Aber: Eine sichere Bindung entsteht nicht dadurch, dass du alles richtig machst. Sie entsteht dadurch, dass du da bist, wenn es schwierig wird.

In meiner Arbeit schauen wir uns an:

  • Wie du dieser „sichere Hafen“ sein kannst, auch wenn es in dir selbst gerade stürmt.

  • Warum es uns manchmal so schwerfällt, die Signale unserer Kinder richtig zu deuten.

  • Wie wir die Bindung „reparieren“, wenn wir doch einmal laut geworden sind.

Gute Bindung bedeutet nicht, dass es keine Tränen gibt. Es bedeutet, dass niemand mit seinen Tränen allein gelassen wird.

Was bedeutet eigentlich „traumasensibles Coaching“?

Vielleicht kennst du das: Du nimmst dir fest vor, heute ruhig zu bleiben – und im nächsten Moment hörst du dich schon wieder schreien. Es ist, als würde ein Autopilot übernehmen, den du nicht abschalten kannst.

Hier setzt der traumasensible Ansatz an.

„Traumasensibel“ bedeutet nicht, dass wir uns stundenlang nur mit der schweren Vergangenheit beschäftigen. Es bedeutet vielmehr, dass wir verstehen, wie dein Körper und dein Nervensystem Erfahrungen gespeichert haben.

Die Kernpunkte meiner Arbeit:

  • Kein „Du musst dich nur anstrengen“: Wir verstehen, dass dein Stress-Verhalten (Schreien, Rückzug, Erstarrung) oft eine Schutzreaktion deines Körpers ist. Es ist kein Charakterfehler, sondern Biologie.

  • Sicherheit zuerst: Wir arbeiten in einem Tempo, das sich für dich sicher anfühlt. Du musst nichts erzählen, was du nicht teilen möchtest.

  • Die Ursache statt nur das Symptom: Wir schauen hinter das Verhalten. Warum triggert dich die Unordnung oder das Weinen deines Kindes so extrem? Wenn wir die Ursache verstehen, verändert sich das Verhalten oft ganz von allein.

  • Ressourcen stärken: Wir suchen nach dem, was dich stärkt, damit du im Alltag wieder handlungsfähig wirst.

Kurz gesagt: Traumasensibles Coaching hilft dir zu verstehen, warum du so reagierst, wie du reagierst – und gibt dir die Werkzeuge an die Hand, um aus alten Teufelskreisen auszusteigen.

 

Mentalisierung: Die Fähigkeit, hinter die Fassade zu blicken

Hast du dich schon mal gefragt: „Was geht eigentlich in meinem Kind vor, wenn es gerade so wütend ist?“ oder auch „Was passiert gerade in mir, dass ich so extrem reagiere?“

Genau das ist Mentalisierung.

Es ist die Fähigkeit, das Verhalten eines Menschen (auch das eigene!) als Ausdruck von inneren Gefühlen, Bedürfnissen oder Gedanken zu verstehen.

Ein einfaches Beispiel:

Dein Kind wirft den Becher auf den Boden.

  • Ohne Mentalisierung: Du siehst nur das Verhalten: „Mein Kind provoziert mich schon wieder!“ (Folge: Du wirst wütend).

  • Mit Mentalisierung: Du blickst hinter das Verhalten: „Mein Kind ist gerade völlig überreizt und weiß sich nicht anders zu helfen.“ (Folge: Du kannst ruhig und helfend reagieren).

Warum Mentalisierung im Elternalltag alles verändert:

In meinen Coachings lernen wir, die „Mentalisierungs-Brille“ aufzusetzen. Das hilft dir:

  • Missverständnisse zu klären: Du verstehst schneller, was dein Kind wirklich braucht.

  • Dich selbst zu regulieren: Du merkst, wenn deine eigenen „alten Geschichten“ deine Wahrnehmung trüben.

  • Sicherheit zu geben: Wenn dein Kind sich von dir verstanden fühlt, beruhigt sich sein Nervensystem viel schneller.

Mentalisieren bedeutet: „Das Herz des Kindes im eigenen Herzen tragen“ – auch wenn es gerade schwierig ist.

„Wichtiger Hinweis: Mein Coaching-Angebot dient der Prävention und Selbsterfahrung. Es stellt keine Heilbehandlung dar und ist kein Ersatz für eine psychotherapeutische oder medizinische Behandlung.“

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