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„Eigentlich wollte ich nur kurz meine Ruhe haben“ – Wenn Papas der Geduldsfaden reißt

  • iwuestenhaus
  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit


Ein Impuls von Ines Klein

Samstagnachmittag. Die Woche war lang, der Job fordernd. Eigentlich hattest du dir vorgenommen, heute ein „richtig guter Papa“ zu sein. Vielleicht wolltet ihr zusammen im Garten kicken oder Lego bauen. Doch der Geräuschpegel im Wohnzimmer steigt, die Kinder streiten sich zum zehnten Mal wegen einer Kleinigkeit, und dein Kopf dröhnt.

Du merkst, wie sich dein Nacken anspannt. Du versuchst es erst ruhig: „Jungs, hört jetzt bitte auf.“ Keine Reaktion. Noch ein Versuch, diesmal schärfer. Und dann – wegen einer Lappalie wie einem umgekippten Joghurt oder einem frechen Grinsen – passiert es.

Der Vulkan bricht aus. Du wirst laut, vielleicht knallt eine Tür, vielleicht sagst du Sätze wie: „Ist es denn zu viel verlangt, dass hier einmal Ruhe herrscht?!“

Danach folgt die Stille. Und die bleierne Schwere in deinem Magen. Du wolltest nie der Vater sein, vor dem die Kinder Angst haben. Du wolltest nicht so sein wie dein eigener Vater, wenn er gestresst war. Du fühlst dich wie ein Versager.

Warum „Zusammenreißen“ oft nicht funktioniert

Viele Väter haben gelernt: „Ein Mann hat sich im Griff. Ein Mann funktioniert.“ Doch wenn wir traumasensibel auf diese Situation schauen, sehen wir etwas anderes: Dein Nervensystem ist im roten Bereich.

Vielleicht hast du in deiner eigenen Kindheit gelernt, dass deine Bedürfnisse nach Ruhe nicht zählen. Oder dass Konflikte immer in Aggression enden. Wenn dein Kind heute deine Grenzen ignoriert, reagiert dein Körper nicht auf das Kind – er reagiert auf die alte Ohnmacht von früher. Du kämpfst in diesem Moment um deinen Raum, aber auf eine Weise, die dich hinterher schmerzt.

Du bist kein „aggressiver Typ“ – du bist überlastet

Der Überlebensmodus kennt keine Höflichkeit. Er kennt nur Angriff. Dass du laut wirst, ist oft ein Zeichen dafür, dass du schon viel zu lange versucht hast, deine eigenen Grenzen zu ignorieren.

Die gute Nachricht ist: Das muss nicht so bleiben. Du kannst lernen, das Gewitter kommen zu sehen, bevor es einschlägt.

Gemeinsam finden wir den Weg raus

Väter-Coaching bedeutet bei mir nicht, dass wir „Erziehungstipps“ auswendig lernen. Wir arbeiten an der Basis:

  1. Männliche Prägung verstehen: Welche alten Sätze über Stärke und Gefühle stehen dir heute im Weg?

  2. Frühwarnsystem installieren: Wie merkst du im Körper, dass dein „Toleranzfenster“ schrumpft?

  3. Vom Druck zur Verbindung: Wie kannst du deine Grenzen klar und bestimmt setzen, ohne laut werden zu müssen?

Du musst das nicht allein mit dir ausmachen. Es erfordert echten Mut, sich diese Momente einzugestehen. Aber genau dieser Mut ist es, der dich zu dem Vater macht, den deine Kinder brauchen: Ein Vater, der seine eigenen Schatten kennt und bereit ist, sie zu heilen.

Lass uns gemeinsam daran arbeiten, dass dein Zuhause wieder ein Ort der Verbindung wird – und kein Minenfeld.

Schreib mir einfach eine kurze Nachricht für ein vertrauliches Kennenlernen. Unter Männern, ganz ohne erhobenen Zeigefinger.



 
 
 

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„Wichtiger Hinweis: Mein Coaching-Angebot dient der Prävention und Selbsterfahrung. Es stellt keine Heilbehandlung dar und ist kein Ersatz für eine psychotherapeutische oder medizinische Behandlung.“

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